Wenn Sie ein Stück Land besitzen und es an einen landwirtschaftlichen Betrieb verpachten, können Sie mit einem einfachen Absatz im Pachtvertrag dafür sorgen, dass auf diesem Land keine Pestizide ausgebracht werden dürfen. Damit tun Sie der Umwelt und Ihrem Land etwas Gutes. Der Pachtmarkt und das Pachtrecht machen das möglich. Doch die Umstellung von Pachtverträgen geht nicht von heute auf morgen. In der Broschüre unten finden Sie die Informationen, die Sie für eine solche Umstellung benötigen.

Pestizide ist ein Oberbegriff für Mittel, die in der Landwirtschaft eingesetzt werden, um Unkraut (Herbizide), Insekten (Insektizide), Pilzerkrankungen (Fungizide), Fadenwürmer im Boden (Nematizide) und zahlreiche weitere Lebewesen zu bekämpfen. Viele der Mittel haben gravierende Nebenwirkungen auf die Umwelt und den Boden oder sind für Menschen und Tiere schädlich. Insektengifte zum Beispiel töten oft nicht nur Schädlinge, sondern auch andere Insekten und sogar Nützlinge wie Bestäuber. Manche Pestizide zerfallen mit der Zeit zu diversen Abbauprodukten, die oft ebenfalls schädlich sind, andere dagegen bleiben über sehr lange Zeit stabil. Und auch die Zielwirkung ist nicht immer nur positiv. So kann der großflächige Einsatz von Totalherbiziden wie Glyphosat Ackerflächen so gründlich von Unkraut säubern, dass auch Insekten und Vögel verschwinden, die von Unkrautpflanzen leben.